Sonntag, 18. September 2016

[Verlagsvorstellung] Talawah Verlag - Lektorat - Christine Hochberger


Hallo ihr Lieben,

nachdem ich euch letzte Woche den Verlagsgründer Norman Doderer vorgestellt habe, werde ich heute mit der Lektorin Christine Hochberger weiter machen!

Die Motivation dahinter, warum ich euch das Lektorat vorstellen möchte liegt einfach darin, dass es ohne diese Personen garnicht möglich wäre, ein Buch herauszubringen. Und irgendwie hat mir das bis jetzt immer auch irgendwie gefehlt!
Es wird oftmals nur auf den Autor oder den Verlag eingegangen, aber das das Lektorat eine absolut wichtige Arbeit leistet, gerät immer irgendwie in Vergessenheit!! Deshalb freue ich mich euch heute das Interview mit Christine präsentieren zu dürfen!

Ich danke dir liebe Christine für deine Offenheit und das du mir meine Fragen beantwortet hast!





Wie bist du zum Talawah Verlag gekommen?

Norman Doderer hatte auf Facebook für seinen neu gegründeten Verlag eine Lektorin gesucht. Da habe ich mich einfach bei ihm gemeldet. Wir haben es miteinander versucht - die Chemie passt. Der Talawah Verlag ist ein zwar junger, aber gut strukturierter Verlag mit einem fundierten Konzept, der vor allem auch jungen, talentierten Autoren eine Chance zur Veröffentlichung gibt. Ich freue mich sehr, dass ich ein Mitglied des überwiegend jungen Teams sein darf.


Was macht ein Lektor genau?

Jedes Buch besitzt eine Seele, die ihm der Autor verliehen hat. Ich versuche sie zum Strahlen zu bringen, d. h., ich feile hier und da an den Figuren, an Dialogen, verstärke Cliffhanger, achte auf den Spannungsbogen, glätte den einen oder anderen holprigen Satz, achte auf die Einhaltung der Erzählperspektive, eliminiere Wort- und Sinnwiederholungen, Füllwörter, überflüssige Adjektive, verändere aber nie die Geschichte.

Was ist die größte Herausforderung bei deiner Arbeit?

Eine große Herausforderung liegt im Zusammenwirken zwischen Autor und Lektor. Bei einem Verlagslektorat kennen sich die beiden Seiten in der Regel nicht. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl, da ich meine Erläuterungen nur schriftlich vermitteln kann. Als Lektorin ist es mir sehr wichtig, die Seele eines Romans nicht zu zerstören. Trotzdem oder gerade deshalb muss ich in verständlicher Weise auf Mängel hinweisen. Ein konstruktives Miteinander zwischen Lektorin und Autor ist das A und O, wenn wir aus einem Roman das Beste herausholen möchten. Eine Autorin hat mir mal geschrieben, dass sie das Gefühl hatte, wir hätten während ihrer Überarbeitung miteinander gesprochen, oder eine andere Autorin meinte, wir hätten uns gegenseitig die Bälle zugeworfen. Diese Aussagen zeigen mir, dass ich gut gearbeitet und die große Herausforderung, mit dem Autor auf einer Welle zu schwimmen, gemeistert habe.

Wie lange arbeitest du schon als Lektorin und was machst du sonst noch?

Ich arbeite seit sechs Jahren als Lektorin für verschiedene Verlage und Selfpublisher. Außerdem vermittle ich interessierten Jugendlichen aus der Umgebung das Handwerk des belletristischen Schreibens. Wer möchte, kann sich das belletristische Schreiben aber auch in meiner Fern-Schreibschule aneignen. Soweit es meine Zeit erlaubt, lese und reise ich gern, ich erfreue mich an unseren Katzen und führe ein harmonisches Leben mit meiner Lebensgefährtin.

Warum bist du Lektorin geworden?

Nach meinem Fernstudium zum belletristischen Schreiben war mir klar, wie wichtig gutes Handwerk ist. Ich habe mich nach der dreijährigen Ausbildung zur Autorin weiterhin intensiv mit dem Handwerk des Schreibens beschäftigt und die Geschichten von Freunden begutachtet. So rutschte ich immer weiter auf die Seite des „Kritikers“, bis ich zunächst nebenberuflich als Lektorin einstieg, mir ein Netzwerk aufbaute, Kontakte zu Verlagen aufnahm, durch mein Lektorat überzeugen konnte und schließlich den großen Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

Hast du einen Traumberuf?

Ich habe meinen Traum zum Beruf gemacht.

Welche Bücher liest du privat?

Ich lese überwiegend Fantasyromane, Historisches und Thriller; z. B. Romane von Ted Williams, Andreas Eschbach, Aurelia L. Porter, Peter Prange, Evelyn Barenbrügge, Stephen King, Astrid Korten, Tess Gerritsen, Jo Nesbo, um nur einige zu nennen.

Was willst du uns noch über dich erzählen?

Ich freue mich, dass sich aus so manch dienstlicher Beziehung Freundschaften entwickelt haben, die weitab vom Buch weiterleben. Vor gut sechs Jahren bin ich von Augsburg ins Münsterland gezogen, das ich gern mit dem Fahrrad erkunde. Ich shoppe gern in Holland, reise am liebsten nach Südafrika, mag Erdbeereis, legere Klamotten und meinen Kater Sammy.

Mehr über mich und meine Arbeit erfahrt ihr auf meiner Seite www.buchreif.de.
 

Kommentare:

  1. Ein sehr interessanter Artikel... am schönsten ist der Satz mit der Seele zum strahlen bringen :)

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    1. Ja! Der hat mir auch besonders gut gefallen! :)

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  2. Hallo :)

    danke für den tollen und sehr interessanten Beitrag.
    Schön auch mal vom Hintergrund zu erfahren , als immer nur die Autoren vorgestellt zu bekommen.

    Liebe Grüße

    Fibi :)

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    1. Danke für das liebe Kommentar!! Ich finde es auch super spannend!! Ich freu mich schon euch nächsten und übernächsten Sonntag noch zwei tolle Personen aus dem Talawah Verlag vorzustellen!

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